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So fing alles an

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... So fing alles an:

An einem schönen Herbsttag im September 1932 wurde bei „Lukuser’s Konrad“ der erste Sohn, mit Namen Johann geboren. Schon als kleiner Junge spielte er für sein Leben gerne im Sand und Dreck. Diese Leidenschaft hat er sein Leben lang behalten. Als er zu einem jungen, schneidigen Mann herangewachsen war, zeigte ihm sein Vater, wie man mit Sand und Kies sogar ein wenig Geld verdienen konnte.

Anfangs wurde noch mit viel Muskelkraft, von Hand auf kleine Anhänger aufgeladen. Erst nach ein paar Jahren konnte der erste „Henschel-LKW“ größere Mengen abtransportieren. Unter Mithilfe seiner Brüder und treuen Mitarbeitern, die teilweise heute noch mitarbeiten, ist das kleine Kieswerk zu einem schönen Betrieb herangewachsen.

Doch nicht nur die schönen, blauen Lastwagen und die gelben Radlader hatten es dem Johann angetan, sondern auch das Lächeln eines jungen, hübschen Fräuleins. Ihr Name war Frieda, (älteste Tochter von (Bühlmändles Tone“). Kennen gelernt haben Sie sich 1955, geheiratet wurde sechs Jahre später. Ihr gemeinsames Heim wurde ein Bauernhaus am „Schönabühl".

Und so lebte das junge Paar einige Jahre glücklich und zufrieden. Johann hatte im Sommer im Kieswerk zu tun und im Winter machte er mit dem Pflug die Straßen frei. Frieda hatte einen Stall voller Hühner und verkaufte im ganzen Land die Eier. Und so wäre es auch noch eine Weile geblieben, wenn sich nicht Folgendes zugetragen hätte:

Eines Tages erzählten ihm ein paar Jäger, dass im Koyental, zwischen Hittisau und Riefensberg ein richtiges „Schneeloch“ liegen würde. Dies hat ihn neugierig gemacht und dazu bewogen, dieses schneesichere Gebiet ein paar Jahre zu beobachten, bevor er ein großes Risiko auf sich nahm: Er wollte „Schiliftbetreiber“ werden.

1971 begann er mit dem Ausbau vom heutigen Schigebiet Hochhäderich. Glücklicher Weise hatte das Projekt am Hochhäderich Erfolg. Die Schifahrer kamen, wenn auch anfangs spärlich. Diese wurden immer mehr, sodass in den darauf folgenden Jahren das Schigebiet auf fünf Schlepplifte und einem Übungslift heranwuchs.

 

"Schaffa, Schaffa, Hüsle bua.."

  • "Davon könnte unsere Mama ein Liedchen singen. Denn sie hat einen Mann geheiratet, der sich diesen Spruch zu Herzen genommen hat.

    Wir glauben, in diesem Spruch ist von einem Häuschen die Rede.

    Doch dieser Mann, von dem wir Euch erzählen, hat wohl etwas miß- verstanden: Er wollte es besonders gut machen und hat gleich sieben Häuschen gebaut...."

Fortsetzung: ...Und als ob die beiden nicht ohnehin schon genug zu tun hätten, stellte sich bei Frieda und Johann irgendwann der Kinderwunsch ein. Ab Ende ´72 war Leben im Haus, denn wir Zwillinge hatten meistens zur selben Zeit Hunger und die Mama hätte am liebsten vier Hände gehabt. Zum Glück werden auch kleine Hosenscheißer einmal groß... Als wir gerade mal ein Jahr alt waren, zog die gesamte Familie ins neue Haus – mitten in der Kiesgrube.

Am Hochhäderich wurde mittlerweile die alte Hennenmoos-Alpe für die vielen hungrigen und durstigen Schifahrer zu klein. So haben sich Johann und Frieda im Jahre 1978 trotz anfänglicher Bedenken dazu durchgerungen, das Restaurant zu bauen.

In sensationellen drei Monaten Bauzeit entstand das „Liftrestaurant Hochhäderich“. Vor der Eröffnung im Dezember ging es noch „drunter und drüber“: Die erste Gulaschsuppe wurde bereits gekocht, während der Fliesenleger in der Küche noch den Boden legte. Ein paar Jahre später wurden noch das Ferienheim Lukas, das Schischulgebäude und das Gästehaus gebaut. Mit dem Ferienhaus „Schloß“ sind wir jetzt schon bei sechs „Häuschen“!

Heute sitzen wir in seinem siebten Haus, dem Almhotel Hochhäderich mit großem Saal, dreißig Doppelzimmern, Erlebnis-Sauna und vielen, vielen Sitzplätzen. Viel hat er sich vorgenommen, viel hat er geschafft.

Wie die Zeit vergeht! In der Zwischenzeit ist aus dem jungen Mann aus der Geschichte ein sechsfacher Opa geworden... 

Wir möchten unseren Eltern auf diesem Weg für Ihren großen Einsatz danken und hoffen, sie noch lange in unserer Mitte zu haben.